Freising für alle geht mit klaren Botschaften in den Wahlkampf. Wir stellen Themen nach vorne, die ganz deutlich zeigen, warum unser Verein im Stadtrat gebraucht wird.


Keine Parkgebühren am Bahnhof (P+R)
Die Einführung der Parkgebühren am Bahnhof (P+R) wurde vom Planungsausschuss bereits beschlossen. Die einzige Gegenstimme kam von unserem Stadtrat und OB-Kandidaten Nicolas-Pano Graßy.
Wir halten es für absolut ungerecht, damit auch die zu belasten, die am Bahnhof parken und auf den Zug umsteigen (um z. B. nach München zur Arbeit zu fahren). Die Nutzung des ÖPNV wird damit bestraft. Wenn all diese Menschen nun auch noch jeden Tag Parkgebühren zahlen müssen, werden sie sich zweimal überlegen, ob sie nicht doch mit dem Auto nach München fahren. Wir lehnen es ab, alles teurer zu machen, solange der ÖPNV für viele keine wirkliche Alternative ist.

Fußgängerzone statt Park-Chaos! Bürgerentscheid jetzt!
Unsere Stadtratsgruppe (Dr. Hoyer und Graßy) hat im Zuge des Innenstadtumbaus das Thema Fußgängerzone wieder in die Öffentlichkeit gebracht und den ersten Antrag dazu eingereicht.
Die Innenstadt wurde für viele Millionen niveaugleich umgebaut und damit baulich eine Fußgängerzone hergestellt. Trotzdem beschränken wir uns selbst bei der Aufenthaltsqualität. Die Situation ist so nicht tragbar. Viele Jahre wurde diskutiert, mal wurde der Beschluss zurückgestellt, mal war die Verwaltung dafür, dann wieder dagegen. Auch die Diskussionen unter den Bürgern gehen weiter. Nur ein Bürgerentscheid kann diese Debatte zu einem guten Ende bringen. Freising für alle ist generell dafür, Bürger vor allem bei Großprojekten mitentscheiden zu lassen.

Fernwärme: Transparenz herstellen, Preise runter!
Bereits 2023 haben wir mit einem Antrag im Stadtrat auf die hohen Preise und die Intransparenz bei der Fernwärme hingewiesen. Wir sind die einzigen, die sich dazu äußern.
Seit Anfang 2026 gilt eine neue Preisformel, die ebenfalls große Fragezeichen hinterlässt. Wieder mangelt es an Verständlichkeit für Kunden. In der offiziellen Bekanntmachung der Stadtwerke werden die neuen Preise mit denen vom 1. Januar 2025 verglichen – die deutlich höher lagen als die niedrigeren letzten Preise vom Oktober 2025. Damit wird suggeriert, dass die Preissteigerungen nicht so hoch ausfallen, wie es tatsächlich der Fall ist. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus sind es über 300 Euro an Mehrkosten pro Jahr. Laut offiziellen Daten werden für die Erzeugung der Fernwärme 60 % Biomasse (vor allem Altholz) verwendet, die in der Preisformel aber gar nicht vorkommt. Damit wird mit dieser Formel die tatsächliche Erzeugung nicht abgebildet. Im Ergebnis heißt das: Kunden zahlen zu viel.

Mehr Bühnen, Kneipen, Wirtshäuser
Das Gastro- und Wirtshaussterben ist besonders in der Freisinger Innenstadt zu beobachten. Die klassische Kneipenkultur (z. B. Abseits, Carlitos) ist kaum mehr vorhanden. Lediglich im Furtner gibt es noch eine Bühne und Möglichkeiten für Kunst und Kultur. Doch auch hier ist die Zukunft fraglich.Freising für alle will die Bedingungen dafür schaffen, dass es wieder vermehrt solche Angebote gibt. Es ist daher der falsche Weg, die Gebühren für die Außenflächen um einen Schlag um 420 % zu erhöhen. Das trifft besonders diejenigen hart, die wir unbedingt in der Innenstadt behalten wollen.
Ebenfalls müssen wir alle kommunalen Möglichkeiten nutzen, um den in Freising deutlich sichtbaren negativen Einfluss von Investoren zu begrenzen und Leerstand zu beseitigen (siehe Abseits oder Gred).

Luxus kann warten. Bezahlbares Leben nicht.
Mit diesem Wahlslogan macht OB-Kandidat Graßy deutlich, wo besonders in finanziell schwierigen Zeiten die Priorität liegen muss. Wir stellen die Bezahlbarkeit ins Zentrum unserer Politik. Weitere Gebührenerhöhungen oder neue Gebühren sind nicht die Lösung für Haushaltsprobleme.